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Klimakonferenz 2018

Internationale Bühne für die regionale Klimaanpassung

Auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn stellen am 9. November 2017 die Städte Esslingen am Neckar und Ludwigsburg sowie der Verband Region Stuttgart ihre beispielgebenden Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel gemeinsam in Bonn vor.

Vom 6. bis zum 17. November 2017 findet in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi die 23. Weltklimakonferenz statt. Neben den traditionellen Verhandlungen liegt dieses Jahr ein gleichberechtigter Schwerpunkt des internationalen Treffens auf der Darstellung und Diskussion von Lösungsansätzen für eine klimaverträgliche Zukunft. In diesem Rahmen werden der Verband Region Stuttgart und die Städte Esslingen am Neckar und Ludwigsburg ihre beispielgebenden Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel gemeinsam in Bonn vorstellen. Während der Verband Region Stuttgart vor allem die überörtliche Gesamtstrategie zur Klimaanpassung präsentiert, vertiefen die beteiligten Kommunen ihre darauf aufbauenden lokalen Aktivitäten.
Die 23. UN-Klimakonferenz („Conference of the Parties“ – kurz COP) in Bonn wird mit voraussichtlich bis zu 25.000 Teilnehmenden aus allen Ländern der Welt sowie rund 500 Nichtregierungsorganisationen die bisher größte zwischenstaatliche Konferenz in Deutschland. Nachdem das Pariser Klimaschutzabkommen im November des vergangenen Jahres in Kraft trat, soll seine Umsetzung auf der COP23 in Bonn durch Impulse aus der Praxis einer klimaverträglichen Zukunft weiter befördert und beworben werden. So erhalten auch Akteure der Zivilgesellschaft, der Kommunen sowie der Wirtschaft die Möglichkeit, ihre Ideen und Maßnahmen zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung auf dem sogenannten „Talanoa Space“ der COP23 darzustellen.
Am 9. November werden Vertreterinnen und Vertreter der Region Stuttgart und der Städte Ludwigsburg und Esslingen am Neckar die Ergebnisse ihrer Aktivitäten einer internationalen Öffentlichkeit gemeinsam vorstellen. Hitzewellen, Überschwemmungen und kräftige Stürme – auch die Region Stuttgart hat einen Vorgeschmack davon erhalten, was passieren könnte, wenn der globale Klimawandel und die Erderwärmung fortschreiten.
„Wer handeln will, muss wissen, was auf ihn zukommt. Deshalb stellt die Region Stuttgart Städten und Gemeinden umfassende Datengrundlagen zu den klimatischen Veränderungen zur Verfügung“, erläutert Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling einen Baustein der regionalen Klimastrategie. Klimaschutz und Klimaanpassung ziehen sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der Region, speziell bei der Regionalplanung. Der Schutz von Freiräumen als „natürliche Klimaanlagen“ sei hier zu nennen, ebenso die Freihaltung von natürlichen Überschwemmungsflächen. „Die Internationale Klimakonferenz ist eine hervorragende Bühne, um sich zu präsentieren und mit anderen auszutauschen“, so Dr. Schelling.
Die Stadt Esslingen widmet sich vor allem dem Forschungsprojekt KARS – Klimawandel in der Region Stuttgart, einem Verbundprojekt der drei Partner Verband Region Stuttgart, Esslingen und Ludwigsburg. Ziel des Projekts war die Verankerung von Klimaanpassungsstrategien in der Regional- sowie der kommunalen Bauleitplanung und damit die Weiterentwicklung eines Modells der „Klimaleitplanung“. „Wir sind begeistert, dieses kommunale Projekt auf einer Bühne wie der Weltklimakonferenz präsentieren zu dürfen“ zeigt sich Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger hocherfreut. „Ziel des Esslinger KARS-Projekts war die Darstellung von Möglichkeiten und Grenzen einer Einbindung der Klimawandelanpassung in unseren Flächennutzungsplanentwurf Esslingen 2030. Es war ein ehrgeiziges und meines Wissens bislang einmaliges Vorgehen in Deutschland. Dass das Verbundprojekt KARS nun eine derartige Bestätigung findet, zeigt uns, dass wir mit der Berücksichtigung des Klimawandels bei Prozessen der nachhaltigen Stadtplanung auf dem richtigen Weg sind.“
Die Stadt Ludwigsburg präsentiert das „Grüne Zimmer“ in einem kurzen Film. Mit diesem Projekt wurde im April 2014 eine lokale Anpassungsmaßnahme auf der Rathaustiefgarage verwirklicht. Das „Grüne Zimmer“ besteht aus versetzt angeordneten, mit über 30 Pflanzenarten bewachsenen Wänden, die aus vorkultivierten Drahtgitterkörben zusammengesetzt wurden. Ein besonderes Gestaltungselement sind die baubotanischen Baumdächer, deren Kronen an heißen Tagen Schatten spenden. „Wir freuen uns, dass wir unsere Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz auf einer so wichtigen Konferenz vorstellen können“, so der Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec.
Der „Talanoa Space“ ist ein eigens für die COP23 etablierter Kommunikationsraum und nimmt Anleihen bei der Kultur der Fidschi: „Talanoa“ ist ein dort sowie im gesamten Pazifikraum kulturell tief verankertes Konzept. Es steht für einen transparenten und respektvollen Austausch, der eine Lösungsfindung zum Wohle aller zum Ziel hat. Das Programm des „Talanoa Space“, das sich über die gesamte Dauer der Weltklimakonferenz zieht, kann unter folgendem Link nachgelesen werden: https://www.cop23.de/delegierte/termine/programm-talanoa-space/#c2154